Sättigungshormon PYY(3-36) besitzt keine Effekte auf das Essverhalten
(12. August 2004)

Im Jahr 2002 wurde das Darmhormon PYY(3-36) entdeckt, was Esshemmung hervorrufen sollte. Dies wurde als großer Fortschritt der Adipositasforschung gefeiert, da man sich ein relativ  sanftes Medikament für die Adipositastherapie versprach. Die Autoren der Studie aus dem Jahr 2002 stellten jedoch in weiteren Versuchen fest, dass das Darmhormon keinerlei Wirkung auf das Essverhalten besitzt. Die Forscher konnten in Nachfolgestudien die früheren ersten Ergebnisse nicht replizieren.

 

Kreta-Diät in aller Munde
(10. August 2004)

Bereits vor 50 Jahren erkannte der US-Wissenschaftler Ancel Keys, dass die Menschen auf Kreta viel weniger Herzinfarkte aufwiesen als in unseren Breiten. Neben einer anderen Lebensphilosophie kam schnell die Ernährung in Verdacht, einen positiven Einfluss auf die Gesundheit zu haben. Später fand Prof. Serge Renaud heraus, dass bei den Kretern das Krebsrisiko verringert war. Auch der Stoffwechsel  und die Risiken für koronare Herzkrankheiten, Diabetes und Bluthochdruck waren bei den Menschen auf Kreta deutlich verringert.
Das Essverhalten auf Kreta ist gekennzeichnet durch: viel Obst und Gemüse, Käse und Joghurt, Meeresfische und Meerestiere, wenig Fleisch, ein Glas Rotwein am Tag, Olivenöl und viele Kräuter, wie Basilikum, Majoran, Oregano, Salbei, Rosmarin und Thymian.

 

Ferienlager für übergewichtige Kinder und Jugendliche
(10. August 2004)

In Schladming und Mariazell werden jetzt Ferienlager der besonderen Art angeboten. Für den Preis von 890 Euro für drei Wochen wird den Gästen eine "all-inclusive-Programm" angeboten. Neben einer Diät-Kost im Ferienlager gibt es allerlei Aktivitäten wie Mountainbiken, Schwimmen, Wandern und abends natürlich Tanzveranstaltungen. Süßigkeiten und Schlemmereien sind hingegen strengstens verboten und auch die Einkaufstaschen aus dem Supermarkt werden von den Betreuern strengstens kontrolliert und jeden Morgen müssen sich die Kinder auf die Waage stellen. Die Ferienlager sind nach Angaben der Reiseveranstalter ein großer Erfolg. Prof. Dr. Günter Primus vom LKH Graz steht dem Ferienlager beratend zur Seite und auch die Krankenkassen übernehmen einen Anteil der Camp-Kosten.

 

Französische Regierung nimmt den Kampf gegen Adipositas auf
(8. August 2004)

Nach Angaben des Pariser Gesundheitsministeriums sind 9,6 Prozent der Franzosen adipös. Bei den Kindern liegt der Anteil bei rund 15 Prozent. Wird der ansteigende Trend nicht gestoppt wird bis zum Jahr 2020 jeder vierte Franzose stark übergewichtig sein. Die daraus resultierenden Folgekosten für das Gesundheitssystem gehen in die Milliarden.Die Französische Regierung reagierte auf diese Zahlen mit einem Gesetz, nachdem rund 8000 Gretränke- und Speiseautomaten (mit vornehmlich Junk-Food) in Schulen nicht länger betrieben werden dürfen. Auch kam es zu Auflagen in Sachen Fernsehwerbung. So müssen Junk-Food Hersteller auf die gesundheitlichen Gefahren ihrer Produkte hinweisen.

 

Maßnahmen Baden-Württembergs gegen Übergewicht bei Kindern
8. August 2004

Übergewicht von Kindern nimmt weiterhin zu. Derzeit sind 15 Prozent aller Kinder, die eingeschult werden, übergewichtig. Neben den daraus resultierenden gesundheitlichen Problemen ist auch die psychische Entwicklung der Kinder belastet. Aus diesem Grund haben Baden-Württemberg, der Vorarlberg und mehrere Schweizer Kantone das Projekt "Euregio Adipositas" ins Leben gerufen. In diesem Projekt sollen die bereits vorhandenen therapeutischen Maßnahmen ausgewertet werden und im Anschluss daran eine Aufklärungskampagne für Familien, Kindergärten und Schulen gestartet werden. Nähere Informationen gibt es beim Gesundheitsamt in Ravensburg.

 

 

  

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