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Magenballon

Beim Magenballon wird ein kleiner Ballon aus Kunststoff oder Silikon in den Magen eingeführt, der das Volumen des Magens verringern soll. Gefüllt ist der Magenballon mit einer Kochsalzlösung, die nicht gesundheitsschädlich ist.

Der aufgeblasene Magenballon verringert das Volumen des Magens. Sättigung wird durch die Dehnung der Magenwand ausgelöst. Nimmt der Betroffene nun eine kleine Mahlzeit zu sich, ist der Magen (durch den aufgeblasenen Magenballon) schneller gefüllt und die Magenwand wird gedehnt. Dadurch setzt die Sättigung ein und der Betroffene beendet das Essen.

 

1. Allgemeine Informationen

  • Ca. 3-10 Monate bleibt der Magenballon im Magen; in der Regel beträgt die Dauer 6 Monate.
  • Der Magenballon reduziert die Füllmenge des Magens um ca. 20 bis 50 Prozent.
  • Die Flüssigkeit, die sich im Magenballon befindet liegt ca. zwischen 200 und 500 ml.

 

2. Operation

Der Magenballon wird durch den Mund über die Speiseröhre in den Magen eingeführt. Wenn der Magenballon sich nun im Magen befindet, wird dieser durch einen noch am Magenballon befindlichen Schlauch mit Kochsalzlösung gefüllt. Nach der Füllung wird der Schlauch vom Ballon getrennt und dieser verschlossen.

Entfernt wird der Magenballon, indem er zum Platzen gebracht wird, sodass die Kochsalzlösung ausläuft und der Restballon über eine Sonde entfernt werden kann.

 

3. Indikation

Der BMI des Patienten, der einen Magenballon erhält sollte zwischen 30 und 40 liegen. Weiterhin sollten konventionelle Gewichtsabnahmen erfolglos verlaufen sein.

 

4. Komplikationen beim Magenballon

Auch beim Magenballon können – wie bei allen medizinischen Maßnahmen – Komplikationen auftreten:

  • Kommt es zu einem unbeabsichtigten Platzen des Magenballons, merkt dies der Patient über eine Veränderung der Urinfarbe, da die Kochsalzlösung eingefärbt wurde. In diesem Fall muss schnell der Arzt aufgesucht werden, damit dieser die Reste des Ballons entfernen kann. Diese würden sonst in den Darm gelangen.
  • Gelangen Teile eines geplatzten Magenballons in den Darm, kann es zu einem Darmverschluss kommen, der eine Operation nach sich zieht.
  • Durch die Instrumente, die zum Einsetzen des Magenballons verwendet werden, kann es zu Verletzungen der Magenwand kommen.

Weitere Nebenwirkungen sind Schmerzen, Übelkeit und Refluxösophagitis.

 

4. Effektivität des Magenballons

Vereinzelt wurden hohe Gewichtsabnahmen berichtet, wohingegen einige Autoren der Überzeugung sind, dass der Magenballon einer diätischen Gewichtsabnahme nicht überlegen sei.

In einer Untersuchung mit 81 Patienten, die einen durchschnittlichen BMI von 38,2 aufwiesen, konnte durch das Einsetzen einen Magenballons ein durchschnittlicher Gewichtsverlust von 11,2 kg erzielt werden (Link). Als Nebenwirkungen wurden Erbrechen und Refluxsymptome registriert. Schwere Komplikationen traten nicht auf.

In einer italienischen Studie von Genco, Bruni & Basso aus dem Jahr 2005 wurde die Effektivtät des Magenballons an 2515 Patienten untersucht. Diese hatten einen durchschnittlichen BMI von 44,4. Nach sechs Monaten wiesen die Patienten nur noch einen BMI von 35,4 auf.

 

 

 

 

 

 

 


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