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Nach Leitlinien der AGA angebotenes Therapieprogramm für adipöse Kinder muss aus formalen Gründen eingestellt werden. Im Juli 2003 wurde an der Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde des Wiener AKH das Therapie-Programm "Move it" zur Behandlung krankhaft übergewichtiger Kinder Leben gerufen. Aufgrund mangelnder öffentlicher Finanzierung und eines krankenanstaltenrechtlich nicht erlaubten Finanzierungssystems durch private Kostenersätze musste das Therapieangebot jetzt eingestellt werden. Die Bemühungen zur Finanzierung des Mitte 2003 initiierten Therapieangebots waren erfolglos. Das Therapieprogramm selbst - welches den internationalen Guidelines (Leitlinien der AGA, ECOG, IOTF) entspricht - wurde von den Betreibern in der Folge aber dennoch angeboten.
Anlässlich der durch das Rektorat der Medizinischen Universität Wien routinemäßig mit dem gemeldeten Programmende (31.12.2005) durchgeführten Überprüfung der finanziellen Gebarung des Projekts stellte sich nun heraus, dass den im Rahmen der Therapie behandelten Patienten ohne rechtliche Basis Kostenersätze für die Behandlung verrechnet wurden. Die Projektverantwortlichen mussten darauf hin von Seiten der Medizinischen Universität Wien zur umgehenden Einstellung des Programms angewiesen werden. Das von einer Psychologin, einer Diätassistentin und einer Sporttherapeutin unter wissenschaftlicher Aufsicht angebotene Therapieprogramm für übergewichtige Kinder konnte - wie die Überprüfung zeigte - nur auf freiwilliger Basis gegen einen Kostenersatz von 250.- Euro pro Monat - für eine ca. halbjährige Therapie - genutzt werden. Die Einnahmen aus diesen Honoraren wurden zur Finanzierung der drei Therapeutinnen verwendet, die als freie Dienstnehmerinnen beschäftigt waren. Rektor Wolfgang Schütz: "Die Projektverantwortlichen waren sich offensichtlich nicht bewusst, dass man auch im Falle des Mangels eines wichtigen Behandlungsangebotes im Spitalsbetrieb keine ärztlichen Leistungen anbieten darf, für die man unmittelbar Honorare verrechnet. Derartige Einnahmen sind krankenanstaltenrechtlich nicht gedeckt. Pro Jahr nahmen rund 40-50 Personen diese therapeutische Leistung in Anspruch, für die von Seiten der öffentliche Gesundheitsverwaltung auch in den drei anderen Adipositas-Ambulanzen keine qualitativ vergleichbaren Alternativen bestand. Links: Quelle: überarbeitete Pressemitteilung
(02.04.2006 RM)
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