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Münchner Gruppe um Prof. Koletzko forscht über Risikofaktoren von Adipositas Professor Koletzko und seine Mitarbeiter forschen gegenwärtig, wie sich die Ernährung in Schwangerschaft und Säuglingszeit auf Übergewicht, Diabetes, Allergien und geistige Leistungsfähigkeit im Erwachsenenalter auswirkt. Jetzt wurde Professor Berthold Koletzko, Leiter der Abteilung Stoffwechselstörungen und Ernährungsmedizin am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München, für seine wissenschaftlichen Leistungen den mit 500.000 US-Dollar dotierten Forschungspreis der Bristol-Myers-Squibb Foundation in New York, der Stiftung eines großen und weltweit tätigen Pharmaunternehmens verliehten. Der Preisträger kann die mit dem "Freedom to Discover"-Preis gewährten, über fünf Jahre ausgezahlten Mittel völlig frei für Forschungsaktivitäten seiner Wahl verwenden. "Die mit dieser Auszeichnung verbundene Förderung wird es uns ermöglichen, unsere Untersuchungen zu den Langzeitwirkungen der frühkindlichen Ernährung auf das spätere Risiko chronischer Krankheiten noch intensiver zu verfolgen", so Koletzko. "Wir hoffen, dass unsere Ergebnisse Wege zu einer verbesserten Prävention aufzeigen."
"In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich in vielen europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, die Häufigkeit von Übergewicht im Kindesalter mehr als verdoppelt", so Koletzko. "Weltweit sind etwa zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 5 und 17 Jahren übergewichtig, ein Viertel davon leidet an Adipositas, also schwerem Übergewicht. Dabei wird das Risiko für Übergewicht von vielen Einzelfaktoren beeinflusst wie z.B. genetische Veranlagung, frühkindliche Einflüsse, kulturelle Traditionen sowie soziale Lage. "In unseren Untersuchungen fanden wir eine um 25 Prozent niedrigere Häufigkeit von Übergewicht bei Schulkindern, die nach der Geburt gestillt wurden" meint Koletzko. Mit einer von Koletzko geleiteten großen Studie bei mehr als 1000 Kindern in fünf europäischen Ländern, die von der Geburt bis in das Schulalter beobachtet werden, sollen die Ursachen aufgeklärt werden. "Wenn es uns gelingt, die mit dem Stillen verbundenen schützenden Faktoren aufzuklären, könnte dies zu verbesserten Empfehlungen für die Säuglingsernährung führen". Neben seiner Forschungstätigkeit ist es Koletzko wichtig, vorbeugendeMaßnahmen zur Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit von Kindern zu unterstützen. Er ist einer der Begründer des PowerKids-Programms (www.powerkids.de), das im Rahmen der "Stiftung Kindergesundheit" gezielt übergewichtige Kinder zwischen acht und zwölf Jahren anspricht. Sie lernen im Verlauf von drei Monaten spielerisch, mit Hilfe von "Fettzie-Punkten" den Fettgehalt von Lebensmitteln zu bestimmen und weniger Fett zu essen. Zudem wird regelmäßige Bewegung gefördert. Link: http://www.haunersches-kinderspital.de/ (03.05.2006 RM)
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