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Gestörter Fettabbau durch fehlendes Atgl-Gen Seit kurzem wird die Atgl-Lipase intensiv auf ihre Rolle für den Fettstoffwechsel hin untersucht. Atgl (Adipose Triglyceride Lipase) kann Fett im Körper in freie Fettsäuren umwandeln und so vorhandene Fettdepots abbauen und wieder dem Stoffwechsel zur Verfügung stellen. Tierphysiologen der Philipps-Universität Marburg um Dr. Martin Klingenspor haben nun einen entscheidenden Beitrag zur Aufklärung der Funktion des Atgl-Gens für den Fettstoffwechsel von Mäusen geleistet. Hierzu hatten sie Tiere untersucht, deren Atgl-Gen im Labor „ausgeschaltet“ wurde („Knock-Out-Mäuse“) und zahlreiche Daten über ihren dadurch veränderten Fettstoffwechsel gesammelt. Gemeinsam mit Rudolf Zechner, für dessen
Forschungsprojekt über das Atgl-Gen die Untersuchungen durchgeführt wurden, haben die Marburger Wissenschaftler ihre Ergebnisse nun im US-amerikanischen Fachjournal “Science” veröffentlicht. So konnte nachgewiesen werden, dass Knock-out-Mäuse über mehr Fett verfügten als normale Mäuse. Die überschüssigen Reserven konnte von den Mäusen ohne Atgl-Gen nicht abgebaut werden und es kam zu einer krankhaften Fettspeicherung. Auch der gemessene respiratorische Quotient wies darauf hin, dass die Knock-Out- Mäuse weniger Fett verbrannten. Das Atgl-Gen wurden von Prof. Zechner im Jahr 2004 entdeckt und stellt vermutlich für den Menschen ein Schlüsselgen für die genetische Veranlagung der Adipositas dar. Quelle: Link:
(22.05.2006 RM)
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