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Europaweite Zulassung von Rimonabant - Europäische Kommission warnt vor Fälschungen Die europäische Arzneimittelagentur EMEA hat Mitte Juni Rimonabant für den europäischen Raum zugelassen. Die EMEA folgt dabei den Zulassungsempfehlungen von April diesen Jahres. Rimonabant wurde für die Behandlung von Fettleibigkeit entwickelt. Sanofi-Aventis wird zukünftig Rimonabant unter der Bezeichnung Acomplia vermarkten. In Großbritannien befindet sich das Medikament bereits auf dem Markt. Mit der Markteinführung in Deutschland wird in der zweiten Hälfte diesen Jahres gerechnet. Währenddessen warnt die Europäische Kommission vor Fälschungen von Rimonabant, die derzeit über mehrere Internetseiten verkauft werden. Der Handel hatte bereits vor der Zulassung des Produkts eingesetzt. Patienten, die nicht zugelassene und nachgeahmte oder illegale Kopien von Rimonabant kaufen, gefährden möglicherweise ihre Gesundheit.
Dieses jüngste Beispiel bestätigt die Besorgnis der Europäischen Kommission, dass sich Kriminelle die Anonymität des Internets zunutze machen, um gefälschte, veränderte und nicht zugelassene Arzneimittel an ahnungslose Kunden zu verkaufen und dadurch sowohl Leben gefährden als auch die pharmazeutische Industrie schädigen. Betrüger versuchen, die geltenden Rechtsvorschriften der Zulassung und Überwachung durch die jeweiligen Behörden zu umgehen. Nach einer vor kurzem durchgeführten Untersuchung durch die Mitgliedstaaten wurden 170 gefälschte Arzneimittel entdeckt, die während der letzten fünf Jahre über illegale Vertriebskanäle angeboten wurden. Häufig wurde dieser illegale Handel über das Internet abgewickelt. Unter den nachgewiesenen Fällen spielten "Lifestyle-Medikamente", Wachstumshormone zum Muskelaufbau und Schlafmittel eine besondere Rolle. Nicht genehmigte Kopien und Nachahmungen von zugelassenen Arzneimitteln zur Behandlung von Erektionsproblemen und Virusinfektionen befanden sich ebenfalls auf der Verkaufsliste von Arzneimittelfälschern. Unter den Arzneimittelfälschungen fanden sich Produkte, die keinen oder den falschen medizinischen Wirkstoff enthalten.
Quelle: Link: (05.07.2006 BK)
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