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Erster österreichischer Adipositasbericht erschienen Im österreichischen Adipositasbericht sollen die Kerndaten zu Übergewicht und Adipositas in Österreich erfasst werden, um die verursachten Gesundheitskosten besser abschätzen und mehr über die Dringlichkeit möglicher Gesundheitskampagnen und den Interventionsbedarf zu erfahren. Die Prävalenz der Adipositas nach Bundesländern betrachtet, lässt ein deutliches Ost-West-Gefälle feststellen. Das Burgenland verzeichnet mit 13,1 Prozent die höchste Adipositasprävalenz, in Salzburg ist mit 6,2 Prozent die niedrigste Prävalenz festzustellen. Über dem österreichischen Adipositasdurchschnitt von 9,1 Prozent liegen das Burgenland (13,1 Prozent), Nieder- (10,4 Prozent) und Oberösterreich (9,7 Prozent) sowie die Steiermark (10,2 Prozent). Adipöse Frauen sind in den westlichen Bundesländern Österreichs häufiger, wogegen in den östlichen Bundesländern ein höherer Anteil an adipösen Männern besteht.
Unter den österreichischen Kindern und Jugendlichen sind zehn bis 29 Prozent der Jungen und sechs bis 42 Prozent der Mädchen übergewichtig. Fünf bis elf Prozent der Jugen und drei bis vier Prozent der Mädchen gelten als adipös. Basierend auf Schätzungen können in Wien 19,2 Prozent der Kinder zwischen 0,5 und zehn Jahren und 24,9 Prozent der zehn- bis 17-Jährigen als übergewichtig bezeichnet werden. Fünf Prozent der unter Zehnjährigen und 6,1 Prozent der über Zehnjährigen sind adipös. Bei Familien mit geringem sozioökonomischem Status tritt Adipositas gehäuft auf. Adipositas ist ein bedeutender Einflussfaktor für viele chronische Krankheiten und einige Krebserkrankungen. Somit wird Adipositas als Hauptgesundheitsproblem dieses Jahrhunderts mit einer großen ökonomischen Dimension gesehen. ”Bei einer Umrechnung internationaler Kostenschätzungen auf Österreich ergeben sich Gesundheitskosten für das Jahr 2004 von 227,7 Millionen bis 1,1 Milliarden Euro. Rund 59,6 Millionen Euro wären auf Bluthochdruck, 46,2 Millionen auf Osteoarthritis, 44,2 Millionen auf koronare Herzerkrankungen bei unter 65-Jährigen und 38,0 Millionen auf Diabetes mellitus als Folgeerkrankungen der Adipositas zurückzuführen.Wenn sich die Prävalenz in Österreich um nur ein Prozent verringern würde, so könnten direkte Gesundheitskosten in der Höhe von 751,4 Millionen Euro eingespart werden", kommentiert Univ.-Prof. Dr. Anita Rieder vom Institut für Sozialmedizin und Präsidentin des Vereins "Altern mit Zukunft" die Daten.
Quelle: Link:
(03.09.2006 RM)
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