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Ristow forscht nach Präventionsmöglichkeiten bei Diabetes vom Typ 2

Professor Ristow wurde im Rahmen der 42. Tagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Kopenhagen mit einem Forschungsstipendium in Höhe von 100.000 Euro für seine Forschung zur Erhaltung der insulinproduzierenden Zellen, um so die Symptomatik von Diabetes vom Typ 2 zu verringern, ausgezeichnet. Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselkrankheit, bei der die Blutzuckerwerte erhöht sind, was schwere Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann und häufig bei Patienten mit Adipositas auftritt.

Wie viel Zucker das Blut enthält, wird durch Insulin reguliert, ein von den Betazellen, die in den Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse sitzen, produziertes Hormon. Beim Typ-2-Diabetes stellt die Bauchspeicheldrüse weiterhin Insulin her, zunächst sogar mehr als normal. Da die Zellen aber zunehmend unempfindlicher gegenüber Insulin werden und den Zucker nicht mehr aufnehmen, produziert die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin, um den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Dies hat zur Folge, dass das Organ irgendwann erschöpft ist und nicht mehr ausreichend Insulin

ausschütten kann. Durch diesen Zustand werden die Betazellen besonders anfällig für Störungen, wie beispielsweise oxidativen Stress. Im Rahmen seiner Forschungsarbeit sucht Ristow eine Möglichkeit, die Widerstandsfähigkeit der Betazellen zu verbessern, indem er im Tierversuch diabetesgefährdeten Mäusen Frataxin einbringt, um diese so resistenter gegenüber schädlichen Einflüssen zu machen und die Insulinproduktion zu steigern

Diabetes mellitus vom Typ 2 ist ein Folgeerkrankung von Übergewicht und Adipositas. Allein in Deutschland leiden ca. fünf bis sechs Millionen Menschen daran. Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes starben im vergangenen Jahr in Deutschland mehr als 24.300 Menschen an Diabetes. Im Vergleich zu 1980 ist die Zahl der Opfer damit um 29 Prozent gestiegen. Fast sechs Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung sind Diabetiker. Aufgrund der zunehmenden Adipositaszahlen bei jüngeren Patienten wird auch hier zunehmend Diabetes vom Typ-2 beobachtet.

 

 

Quelle:
überarbeitete Pressemitteilung der Friedrich-Schiller-Universität in Jena vom 21.12.2006

Link:
http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=261695

 

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(03.01.2007 RM)

 

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