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Bundesärztekammer weist auf Folgekosten durch Adipositas hin Experten auf dem 31. Interdisziplinären Forum der Bundesärztekammer in Berlin wiesen darauf hin, dass Fettleibigkeit in den entwickelten Industriestaaten epidemische Ausmaße angenommen hat. Die durch Adipositas hervorgerufenen Kosten lägen bei sechs Prozent aller Krankheitskosten und betrügen etwa 15 bis 20 Milliarden Euro pro Jahr. Allein in den USA werden die Kosten auf 117 Milliarden Dollar geschätzt. Experten zufolge sind derzeit etwa 1,3 Milliarden Menschen auf der Welt von Übergewicht und Adipositas betroffen. "Das Mortalitätsrisiko bei diesen Patienten steigt im Durchschnitt auf das zwei- bis dreifache der Normalbevölkerung", erklärte Prof. Dr. Rudolf Weiner, Chefarzt an der Chirurgischen Klinik am Krankenhaus Sachsenhausen in Frankfurt am Main. "Die Lebenserwartung vermindert sich dadurch für übergewichtige Männer um bis zu acht Jahre, für übergewichtige Frauen um bis zu sechs Jahre."
Beängstigend ist auch die rapide Gewichtszunahme von Kindern und Jugendlichen. Laut Bundesgesundheitssurvey vom September 2006 sind 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig - ein Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zum Anfang der 1990er Jahre. Die Zahl der adipösen Kinder und Jugendlichen hat sich sogar im selben Zeitraum auf 6,3 Prozent verdoppelt. Etwa 30 Prozent dieser Kinder und Jugendlichen hätten eine Fettlebererkrankung als Folge ihres Übergewichts entwickelt, ebenfalls 30 Prozent litten am Metabolischen Syndrom. Bei 25 Prozent lägen orthopädische Folgeerkrankungen vor und ein Prozent leide bereits an einer so genannten Altersdiabetes. "Diese Zahlen zeigen, dass eine immense Kostenlawine auf das deutsche Gesundheitssystem zurollen wird", so Wabitsch. Adipositas im Kindes- und Jugendalter sei für herkömmliche Maßnahmen weitgehend therapieresistent. Dieser Bereich stelle daher eine klassische Aufgabe für die Präventivmedizin dar.
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(09.01.2007 BK)
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