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Umweltchemikalien als ätiologischer Faktor für Übergewicht in der Diskussion

Betimmte chemische Substanzen des täglichen Gebrauchs könnten genetisch gesteuerte Prozesse bei ungeborenen Kindern verändern und die Entwicklung von Adipositas fördern. Diese These haben amerikanische Forscher der University of Missouri auf der Basis von Tierversuchen bei der Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft in San Francisco vorgestellt. Das Team um den Neurobiologen Frederik vom Saal wies in Versuchen mit Labormäusen nach, dass Tiere, welche im Mutterleib mit bestimmten Substanzen in Berührung kamen, zunächst ein geringes Geburtsgewicht aufwiesen und dann sehr stark an Gewicht zunahmen. Der gleiche Effekt wurde auch beim

Menschen beobachtet. Bei den Stoffen handelt es sich um Chemikalien, wie sie zur Herstellung von Plastikerzeugnissen verwendet werden. Bereits sehr umstritten ist hier Bisphenol-A, weil es auch für die Herstellung von Babyflaschen eingesetzt wird.

Die Forscher erklären die Wirkungsweise der Chemikalien derart, dass die Entwicklung von Stoffwechselprozessen "umprogrammiert" werde, und zwar bereits bei relativ geringen Mengen. Über den genauen Wirkmechanismus besteht allerdings noch Forschungsbedarf. Nach Angaben der Wissenschaftler gibt es etwa 1000 künstlich hergestellte Chemikalien, die in diese Kategorie fallen.

 

Quelle:
Programmed for obesity: early exposure to common chemicals can permanently alter metabolic system. Homepage der University of Missouri-Columbia

Link:
http://rcp.missouri.edu/articles/vomsaal-obesity.html

 

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(05.03.2007 BK)

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