Überblick

 

 

Kampagnen gegen Übergewicht in der Regel nicht effektiv

In Deutschland und auch international versuchen bereits seit längerem Initiativen und staatliche Einrichtungen, das stetig wachsende Übergewicht bei Kindern mithilfe öffentlicher Kampagnen einzudämmen. Dass diese Programme nur eine geringe oder auch gar keine Wirkung aufweisen, zeigt eine Studie der britischen Ernährungsmedizinerin Carolyn Summerbell. In ihrer Untersuchung wertete sie die Ergebnisse von 22 Präventionsprogrammen aus. 

Das Resultat zeigte, dass die Kampagnen in der Regel wirkungslos blieben. Vor allem traf dies für Programme zu, die

sowohl auf eine Verbesserung der Ernährung als auch des Bewegungsverhaltens abzielten. Immerhin einen geringen Effekt zeigten Initiativen, die nur eines dieser beiden Ziele - eine positive Beeinflussung der Ernährung oder des Bewegungsverhaltens - verfolgten.

 Summerbell selbst befürwortet zwar Kampagnen gegen das wachsende Übergewicht, empfiehlt aber, die Verbesserung der Ernährungsweise oder des Bewegungsverhaltens auf eine spielerische Art zu vermitteln.

 

 

Quelle:
Summerbell et al.(2005). Interventions for preventing obesity in children. The Cochrane Database of Systematic Reviews, 2005, Issue 3

Link:
www.cochrane.org

 

(14.05.2007 BK))

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