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Neuropeptid-Y-Blocker sorgt für deutlichen Fettabbau in tierexperimentellen StudienProf. Herbert Herzog und Forscher aus den USA und der Slowakai entdeckten in tierexperimentellen Studien, dass Ratten unter Stress bei Verabreichung einer hochkalorischen Diät doppelt soviel Fett in ihren Fettdepots anlegen wie ihre Artgenossen, die ebenfalls eine extrem kalorienreiche Diät erhalten, jedoch nicht gestresst wurden. Vermittelt wurde dieser Effekt durch das Neuropeptide Y, das unter Stress ausgeschüttet wird. Rezeptoren, an denen das Neuropeptide Y andockt, sitzen auch auf Fettzellen und sorgen dafür, dass die aufgenommene Nahrung optimal für den Körper verwendet wird. Das bedeutet, dass im Augenblick nicht benötigte Kalorien für eine spätere Verwendung in den Fettdepots abgespeichert werden.
Um die gefundenen Effekte weiter zu untersuchen, wurde den Ratten Neuropeptid Y in das Fettgewebe injiziert, was zu einem erwartungsgemäßen Anstieg des Fettgewebes führte. Wurde ein entsprechender Blocker für das Neuropeptid Y verabreicht, kam es zu einem lokalen Abbaus des Fettes. Prof. Herzog, Direktor des neurowissenschaftlichen Forschungsprogramms des Garvan Institute for Medical Research in Australien weist darauf hin, dass sich aus den aktuellen Forschungsergebnissen auch therapeutische Optionen ableiten lassen. So hält es Herzog für möglich, entsprechende Medikamente zu entwickeln, die Neuropeptid Y- Rezeptoren blockieren, um so den Fettaufbau bei adipösen Patienten, die häufig Stress ausgesetzt sind, zu verhindern.
Quelle: Kuo, LE, Kitlinska, JB, Tilan, JU, Lijun, L. Baker, SB.,
Johnson, MD., Lee, EW., Burnett, MS., Fricke, ST., Kvetnansky, R., Herzog, H.,
& Zukowska, Z. (2007). Neuropeptide
Y acts directly in the periphery on fat tissue and mediats stress-induced
obesity and metabolic syndrome. Nature medicine. 13. 803-811. Link:
(17.07.2007 RM))
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