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Stress beeinflusst negativ den Gewichtsverlauf nach einer Magen-Bypass-OperationBei schwerer Adipositas gelten mittlerweile chirurgische Eingriffe als effektive Maßnahme, da durch diätische Maßnahmen in der Regel nicht die Gewichtsabnahmen erzielt werden können, die für die Betroffenen notwendig wären. Alle Operationsmethoden haben zum Ziel, das Magenvolumen zu verkleinern, wodurch in der Folge auch die Kalorienzufuhr eingeschränkt wird. Neben den Techniken des Magenballons und des Magenbands gibt es auch noch den Magen-Bypass, bei dem der Mageneingang direkt mit einer Dünndarmschlinge verbunden und dadurch vom Restmagen abgetrennt wird. Wie bei allen Therapiemaßnahmen hängt der Erfolg der Interventionen u.a. von verschiedenen Bedingungen ab, die Richard Lanyon und Barbara Maxwell in einer Studie näher untersuchten. Sie interessierten sich dafür, auf Basis psychologischer Eigenschaften die individuelle Gewichtsabnahme vorherzusagen.
Die untersuchten 131 Patienten wiesen alle einen BMI größer als 40 auf und unterzogen sich einer Magen-Bypass-Operation. Das Durchschnittsalter lag bei 43,1 Jahren und das Durchschnittsgewicht vor der Operation betrug 134 kg. Alle Studienteilnehmer füllten einen Fragebogen mit insgesamt 273 Fragen aus, der vermutete Eigenschaften, die mit dem Therapieerfolg zusammenhingen, erhob. Weiterhin wurden die psychologischen Fragebögen MMPI-2, ein Persönlichkeitsfragebogen, das Beck-Depressions-Inventar und ein spezifischer Binge-Eating-Fragebogen zur Erhebung von Essanfällen eingesetzt. Die Ergebnisse der Fragebögen wurden mit den Gewichtsabnahmen 12,8 Monate nach dem Eingriff in Beziehung gesetzt. Insgesamt wiesen nur sehr wenige Faktoren einen Zusammenhang zur späteren Gewichtsabnahme auf. Mit einer Korrelation von .22 zeigte sich zwischen der Anzahl der angegebenen Stresssituationen und einer geringeren Gewichtsabnahmen ein Zusammenhang und auch die von den Studienteilnehmern wahrgenommene Stressintensität stellte einen signifikanten Faktor dar. Hier betrug der korrelative Zusammenhang .24. So wiesen diejenigen Studienteilnehmer geringere Gewichtsabnahmen auf, die sich häufiger gestresst fühlten. Alle anderen erhobenen Verhaltenseigenschaften, Verhaltensweisen und weitere psychologische Faktoren wie Angst, Depression und Bewegungsverhalten zeigten keinen signifikanten Zusammenhang und wiesen auch nur schwache Korrelationen auf. Lanyon und Maxwell konnten in ihrer Studie zeigen, dass die in der wissenschaftlichen Literatur genannten Faktoren nur einen äußerst eingeschränkten Einfluss auf den späteren Gewichtsabnahmeverlauf aufweisen. Stress blieb dabei der einzige Faktor, der einen Einfluss auf den postoperativen Gewichtsverlauf nahm.
Quelle: Link:
(18.07.2007 RM))
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