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Chirurgische Verfahren bei Adipositas senken SterblichkeitsrateChirurgische Eingriffe bei krankhafter Fettleibigkeit führen nicht nur zu einer starken Gewichtsreduzierung, sie können auch die Lebenserwartung der Betroffenen deutlich erhöhen. Zu diesem Schluss kommen Dr. Michael Korenkov von der Universität Mainz und Dr. Stefan Sauerland von der Universität Witten/Herdecke nach der Auswertung neuester Studien zur Effektivität chirurgischer Verfahren, die sie in der Dezemberausgabe der Zeitschrift Lancet publizierten.
Nach Einschätzung der Wissenschaftler ist ein Zusammenhang zwischen Operationen, etwa einer Magenverkleinerung, und einer geringeren Sterblichkeit nun erstmals eindeutig belegbar. Dabei werden gegenwärtig chirurgische Verfahren wie das Magenband und der Magenbypass als höchst wirksame Therapiemethode diskutiert. Allein in den USA hat sich die Zahl solcher Operationen in den vergangenen fünf Jahren verfünffacht. Die Autoren vermuten auch, dass die Adipositas-Chirurgie nicht allein über die Reduktion der aufgenommenen Kalorien wirkt. Allem Anschein nach kommt es durch die Operation auch zu einer dauerhaften Hormonfreisetzung aus dem Magen-Darm-Trakt mit einem günstigen Effekt auf den gesamten Stoffwechsel. Um zu erfassen, wie sehr sich auch die Lebensqualität der Betroffenen nach einer Operation verbessert, führt die Universität Witten/Herdecke (UWH) derzeit eine europaweite Patientenbefragung durch. Die Studie wird in einem Netzwerk chirurgischer Forscher (CHIR-Net) realisiert, in dem die Universitäten Witten/Herdecke und Köln gemeinsam aktiv sind. Erste Ergebnisse belegen jetzt, dass eine Operation sich nicht nur für den Patienten, sondern auch aus Sicht der Krankenkassen lohnt: "Es gibt nun endlich gute Daten, dass die Adipositas-Chirurgie bei krankhafter Fettleibigkeit insgesamt effektiver ist als eine nichtoperative Therapie", so Dr. Stefan Sauerland vom Institut für Forschung in der operativen Medizin (IFOM) der Universität Witten/Herdecke.
Quelle: Link:
(02.01.2008 RM)
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