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Adipositas
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Dr. Manfred Hallschmid erhält Förderpreis für die Erforschung des Insulinstoffwechsels bei ÜbergewichtigenDr. Manfred Hallschmid, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Endokrinologie der Universität Lübeck ist für seine Forschungsarbeit mit dem Titel: "Zentralnervöse Insulinresistenz als Schlüsselphänomen bei Adipositas" mit dem Förderpreis des Institut Danone, Ernährung für Gesundheit e.V. (IDE) ausgezeichnet worden. In dem Forschungsprojekt wurde normalgewichtigen und übergewichtigen männlichen Probanden über acht Wochen hinweg Insulin als Nasenspray gegeben. Auf diese Weise gelangt der Botenstoff zentralnervös, das heißt unter Umgehung des Blutkreislaufs direkt ins Gehirn. Die normalgewichtigen Männer verloren dabei signifikant an Körpergewicht und Körperfett, die Übergewichtigen hingegen nicht. "Übergewichtige haben eine Insulinresistenz im Gehirn. Das sorgt dafür, dass Übergewichtige ihr Gewicht halten und nicht abnehmen", sagt Dr. Manfred Hallschmid. Bei übergewichtigen Männern ist die Interpretation des Insulins im Gehirn gestört. Im Gehirn hat sich eine Resistenz gegenüber dem Insulin entwickelt. Die Signale "Ich bin satt" und "Ich habe Hunger" sind nicht mehr an den Blutzuckergehalt gekoppelt - der Mensch isst mehr, auch dann, wenn er keine Nahrung benötigt. Da Insulin so das Gewichtsmanagement steuert, gilt es neben anderen Stoffen als "Adipositas-Signal". "Damit haben wir einen entscheidenden Wirkmechanismus krankhaften Übergewichts entdeckt", sagt Dr. Hallschmid. Die Insulinresistenz ist nicht genetisch bedingt, sondern erworben. Nehmen Übergewichtige ab und halten ihr Gewicht, bildet sich die Resistenz wieder zurück. "Denkbar wäre, dass diese so genannte "zentralnervöse" Insulingabe in der Adipositas-Therapie Übergewichtigen nach einer Gewichtsreduktion helfen kann, ihr neues Gewicht zu halten", sagt Dr. Hallschmid. "Die intranasale Verabreichung von Substanzen ist ein relativ neuer Weg. Der Vorteil liegt darin, dass man direkt Einfluss auf Stoffwechselprozesse im Gehirn nehmen und den Blutkreislauf umgehen kann."
Quellen: Links:
(25.06.2008 RM))
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