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Neue Ergebnisse der EPIC-Studie: Starkes Übergewicht erhöht Nierenkrebsrisiko bei Frauen. Stark übergewichtige Frauen haben unabhängig von der Körperfettverteilung ein um 68% erhöhtes Risiko, an Nierenkrebs (Nierenzellkarzinom) zu erkranken. Dagegen haben adipöse Männer kein signifikant erhöhtes Nierenkrebsrisiko, allerdings ist bei ihnen die Körperfettverteilung, d. h. die Größe des Taillenumfangs und des Hüftumfangs, bedeutsam. Dies zeigen neue Ergebnisse der europaweiten EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)-Studie, an der Epidemiologen des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) maßgeblich beteiligt sind (Pischon et al. 2005, Vol. 118, Int.J. Cancer; http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/jhome/29331).
Obwohl eine Reihe älterer Studien bereits einen Zusammenhang zwischen
stark erhöhtem Übergewicht und gesteigertem Nierenkrebsrisiko nachgewiesen
haben, waren die bisher gewonnenen Daten bezüglich geschlechtsspezifischer
Unterschiede nicht eindeutig. Darüber hinaus sind nur zwei Studien bekannt, die
neben dem Einfluss des Körpergewichts an sich auch den der Körperfettverteilung
genauer analysierten. Die jüngsten Studienergebnisse konnten erneut einen Zusammenhang zwischen starkem Übergewicht und Nierenkrebsrisiko belegen. Darüber hinaus liefert die Studie neue geschlechtspezifische Daten. So ist interessant, dass bei Frauen nur das Gesamtkörpergewicht an sich (BMI = 30), bei Männern jedoch die Art der Körperfettverteilung eine Rolle spielt. Männer mit geringem Hüft- und größerem Taillenumfang haben im Vergleich zu gleichgewichtigen Männern ein höheres Risiko, an Nierenkrebs zu erkranken. "Welche Mechanismen den beobachteten Zusammenhängen zwischen Körpergewicht, Körperfettverteilung und Nierenkrebs zugrunde liegen und warum das Geschlecht einen so wesentlichen Einfluss auf das Krebsrisiko hat, ist noch nicht eindeutig geklärt," so Professor Boeing, Leiter der Potsdamer EPIC-Studie. "Verschiedene Mechanismen, bei denen beispielsweise Hormone eine entscheidende Funktion haben, sind denkbar und werden weiterhin, auch am DIfE, erforscht." Quelle: Pressetext
der DIfE (15.08.2005 RM)
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