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Gewichtsabnahme und erhöhte Sterblichkeit

Bereits seit längerem weisen Langzeitstudien zur Gewichtsabnahme darauf hin, dass es einen Zusammenhang zwischen Gewichtsabnahme und einer erhöhten Sterblichkeit geben könnte. Dieser Effekt ist unter Wissenschaftlern aber stark umstritten.
Erneut hat nun eine finnische Studie einen derartigen Zusammenhang nachgewiesen. Das Forscherteam um
Jaakko Kaprio verwandte einen Datensatz von 19.993 finnischen Zwillingspaaren, die im Jahr 1975 nach ihrer Absicht zur Gewichtsabnahme befragt wurden. Sechs Jahre später war die tatsächliche Gewichtsabnahme erfasst worden und in den folgenden 18 Jahren die Sterblichkeitsrate. Letztendlich erfassten die Forscher die Daten der 2.957 Probanden, die an Adipositas litten und keine Vorerkrankungen aufwiesen.

268 der Probanden waren in den folgenden 18 Jahren gestorben. Die Wissenschaftler zeigten, dass diejenigen Probanden, die an Gewicht verloren hatten, ein leicht erhöhtes Sterberisiko aufzuweisen schienen.

Umstritten ist, ob sich hieraus ein erhöhtes Sterberisiko durch Gewichtsabnahme herleiten lässt. Noch weniger kann abgeleitet werden, dass betroffenen Übergewichtigen von einer Gewichtsabnahme abgeraten werden sollte.
Vielmehr ist dieses Ergebnis in Zusammenhang mit früheren Studien zu sehen. Diese werden oft kritisiert, weil ihre Ergebnisse immer auf epidemologischen Studien basierten und Störfaktoren nicht vollständig ausgeblendet werden konnten.
Festgestellt werden kann aber, dass die gesundheitlichen Effekte durch eine Gewichtsabnahme nicht eindeutig positiv sind. Weiterhin sollte die öffentliche Gesundheitsvorsorge oberste Priorität auf Vermeidung von Übergewicht, besonders bei Kindern, legen. (BK)

Quelle:
PLoS Med. 2005 June; 2(6): e200/ Public Library of Science 
          

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