Schweizer Studie zeigt langfristige Effektivität durch Magenbandoperationen

Der Mediziner und Wissenschaftler Markus Naef vom Spital Thun-Simmental in der Schweiz hat mit seinem Forscherteam eine Studie durchgeführt, in der langfristige Daten über die Effektivität von Magenbandoperationen erhoben wurden.

In die Studie flossen die Daten von 87 Frauen und 41 Männer ein, die sich zwischen 1998 und 2005  einer Magenbandoperation unterzogen hatten. Das Durchschnittsalter betrug 40,2 Jahre und der durchschnittliche BMI lag vor dem Eingriff bei 44,5 kg/m2. Um die Effektivität der Magenbandoperationen langfristig zu beurteilen, erhoben Neaf et al. die Gewichtsdaten nach 12 Monaten, 24 Monaten und nach 5 Jahren.

Nach einem Jahr verringerte sich der BMI auf 35,7 kg/m2, nach zwei Jahren zeigte er einen durchschnittlichen Wert von 33,7 kg/m2 und nach fünf Jahren verringerte er sich weiter auf 31,8 kg/m2, was einer durchschnittlichen Gewichtsabnahme von 57,4 kg bezogen auf das Eingangsgewicht entsprach. Reoperationen aufgrund von Komplikationen mussten über den Zeitraum von 5 Jahren insgesamt bei 11,7 Prozent der Patienten durchgeführt werden.

Die Wissenschaftler konnten die langfristige Effektivität des Magenbandes mit eindrucksvollen Zahlen belegen. Bemerkenswert ist der stetige Gewichtsabnahmeprozess zwischen dem zweiten bis zum fünften Jahr nach der Operation. Operative Eingriffe mit Hilfe des Magenbandes stellen für Patienten mit schwerer Adipositas von daher eine therapeutische Option dar.

Quelle:
Naef, M., Neaf, U., Mouton, W. & Wagner, H.E. (2007). Outcome and complications after laparoscopic swedish adjustable gastric banding: 5-year results of a prospective clinical trial. Obesity surgery, 17, 195-201.